Zinnowitz – Ein Résumé

Der Grund, weshalb sich die Menschen weiterentwickeln wollen und können, weshalb sie eventuell alle 10 Jahre in einem anderen Bett aufwachen, heißt Veränderung. Aber was ist das rasche Leben, sind die zahlreichen Neuerungen und Umstände, wenn es niemals einen Ort gibt, der resistent gegen den Fluch der Zeit zu sein scheint... Gewiss tragen mehr Faktoren als Zukunftsresistenz und DDR-Charme, dieses wuchtigen Klotzes einer Sportschule, dazu bei, dass unser Verein nach so vielen Jahren mit der Insel Usedom so fest verankert ist.

Zum einen wären da die Bäume, der Strand, das Meer, die Sporthallen, die infrastrukturell ausgeklügelte Bahnanbindung und das Essen. (Eine Speiseplanlotterie gab es nie und wird es auch nie geben. Der Plan steht. Der Plan muss bestehen bleiben. Nach vertrauten Gesprächen mit Besuchern des Gasshuku 2010 wurde deutlich, dass das Umstellen des Speiseplans auf Verwirrung, keine Zustimmung und Depression trifft. Nicht nur die seit den 70er Jahren konservierten Speisen, womit sich der unveränderte „Geschmack“ erklärt, auch die Reihenfolge und Anordnung sind Teil des 50-Jahre-Plans.)

Selbstverständlich braucht es nicht nur Beständigkeit und guten Willen, um sich den physischen Gelüsten hinzugeben, die schweißtreibend und leistungsorientiert sind und stets auf gute Laune, besonders bei unsere Kleinen, abzielen. Es bedarf einer gehörigen Portion Glück und Segen, so man will, dass sich das Wetter unserer erbarmt und Güte zeigt. Dem war so, darf gesagt sein.

Obacht: Jedem muss klar sein(das gilt besonders für die junge Generation), sonst hat er Zinnowitz nicht verstanden und wird es auch nie verstehen: die Schönheit dieser einen Woche, in der so viele Menschen mit einem Ort verbunden sind, liegt weder hauptsächlich in außersportlichen Aktivitäten, noch im Training, welches dennoch ohne Zweifel stets besonders ist. Sie liegt im Detail. Schön sind die Flure, schön ist der immer gleiche Geruch des Gemeinschaftsraumes, schön ist die echauffierte Putzfrau, welche sich auf sächsisch fluchend unserer annimmt und schön ist es, dass wir für eine ganze Woche an nichts anderes denken.

Manche Abläufe und Gegebenheiten sollten nicht verändert werden und jeder sollte zustimmen, wenn es heißt, dass wir uns doch gerade in dieser Umgebung, die bleibt wie sie ist, immer entwickeln. Das mag paradox erscheinen, doch dieses starre Umfeld ermöglicht es, dass wir uns auf die wichtigen Dinge tatsächlich konzentrieren können: Unser Karate, unsere Jüngsten und auf unsere Gemeinschaft.

Wir haben trainiert und dabei geschwitzt, wir haben gefeiert und uns dabei unterhalten.
Wir haben den Jüngeren Ordnung, Anstand und Spaß vermittelt.
Wir haben halt, was andere nicht haben: Einen Verein.

Hiermit bleibt der letzte Absatz offen. Den müsst ihr füllen, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid.

Und jetzt: Mokusô!

Max

Wir danken allen Betreuern, Trainern, Organisatoren und den vielen anderen, die sich für Zinnowitz 2011 engagiert haben! Durch euren tollen Einsatz habt ihr unser Gasshuku wieder zu einem großen Erfolg gemacht!

Wir freuen uns schon auf Zinnowitz 2012!

 

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