Was war's doch für ein Trainingslager. Eines von vielen, sicher, und doch wieder neu, innovativ, fordernd wie förderlich und ein Erlebnis.
Und das macht es aus. Das Gasshuku an der Ostsee, auf Usedom in Zinnowitz.
Wir kommen getrennt, gehen getrennt und sind doch ein großes Team. Von 6-Jährigen an bis in den hohen zweistelligen Bereich führen wir ein tolles und organisiertes Miteinander.
In dieser einen Woche stärker als sonst und genau das macht es so besonders.
Jedoch war dieses Jahr eh speziell. Über 50 Kinder waren mit dabei. Ja tatsächlich "kleine" Kinder. Denn die großen kann man schon gar nicht mehr dazu zählen, denn sie passen mittlerweile auf die Kleinen auf. Ist das nicht großartig? Ein Kreislauf, der funktioniert.
Und wie alles funktionierte.
Ankunft planmäßig, dann Mittagessen, Betreuer- und Zimmereinteilung, Strandwanderung (alljährlich und mehr als beliebt), Zimmerinspektionen, Turnhallenderbys (wahlweise Erwachsenengespräche im Gemeinschaftsraum), Betreuermeetings, individuelle Beschäftigung und schließlich das reglementierte oder fakultative Zu-Bett-gehen.
Die Einführung in die Routine. Was wäre schon ein Trainingslager ohne Disziplin? Naja...ein Trainingslager für Fußballer...höhöhö!
Aber mal ehrlich. War das stark?
Die Kinder gehorchten wirklich gut und benahmen sich, selbst beim Essen, so sehr, dass sogar eine Küchenfrau, welche seit 30 Jahren in der Sportschule Zinnowitz arbeitet, zu lächeln und zu loben begann und die Suppe mittlerweile mit einem "-itte" statt mit einem "teee" austeilte (beides sind neunordhochdeutsche Ableitungen des Wortes "bitte", welche der individuell umgangssprachlichen Modifikation unterliegen).
Bombastisch!
Wer denkt, dass das alles war, der irrt sich. Aber gewaltig.
Denn Essen und Training sind nur die halbe Miete. Leute wollen unterhalten werden!
Kein Problem. Bei so vielen kreativen Köpfen mit an Bord blieb auch eine Schatzsuche nicht aus. Geplante Routen, Fragen - Antworten und Preise.
Zwar war diese Aktion ein Prototyp und nach 3 Stunden taten den Kindern die Beine weh. Doch kann all das nur besser werden.
So viel für die Kleinen. Was ist mit den Großen?
Nun die kamen zu kurz. So ist das Leben. Da muss man durch als Lurch.
Halt!
Nix is. Die hätten ja auch in die Turnhallen gekonnt, aber so'n Bierchen oder so'n Dartpfeilchen in der Hand schienen denen wesentlich gemütlicher. Pah!
Skat haben die gespielt! ...im Sitzen!
Und in der Sauna waren die...wahrscheinlich liegend!
Nagut.
An einem Tag war das berüchtigte Volleyballturnier und mit ihm auch die ganze Schar von Erwachsenen präsent.
Das Gewinnerteam beherbergte den Organisator .... ;)
Also verliefen die Tage wie gehabt.
Zu schnell leider.
Da tröstet auch kein Kinobesuch oder der Badespaß in einer Therme, welcher, und das muss bemerkt werden, wirklich alles von unseren Betreuern abforderte.
Über all dem lag ein Schatten: Die "Epidemie".
Wer krank war kam und steckte die Gesunden an, welche krank wurden. So gesundeten die ehemals Kranken und wurden gesund. Wo derweil die neu Erkrankten kranker wurden und noch zum Ende hin die letzten Gesunden infizierten.
Die letzten Überlebenden also, der harte Kern, widmeten sich der Abschiedsfeier.
Ja liebe Sportgenossen. So fix ging's vorbei. Was 'nen Jammer.
Aber nicht verzagen!
Wir können uns mehr als sicher sein, dass ein Gruppe energischer Gestalten schon längst wieder dabei ist, alles zu organisieren. Damit soll gesagt sein: Zinnowitz 2009 war ein Erfolg. Auf dass wir mehr Erfolge verbuchen. ;)
Max
Wir danken allen, die mit ihrem Engagement zum Gelingen von Zinnowitz 2009 beigetragen haben!
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