
Vom 28.03.06 bis 26.04.06 habe ich, von meiner Schule organisiert, an einem Schüleraustausch mit der kanadischen Provinz Québec teilgenommen. Dabei habe ich nicht nur das Land kennen gelernt, sondern konnte hier auch in einem Karateverein trainieren. Um euch meine Eindrücke davon etwas näher zu bringen, habe ich mir gedacht, einen kleinen Bericht auf unsere FEZ–Homepage stellen zu lassen.
Wie bereits schon erwähnt, fand der Austausch in der französischsprachigen Provinz Québec statt. Ich wohnte in der kanadischen Großstadt Montréal bei einer Gastfamilie. Zudem hatte ich riesiges Glück, da die gesamte Familie Karate trainiert. Das heißt, ich musste auch hier nicht auf das Training verzichten.
Während meines Austauschs habe ich viele Seiten des Landes kennen gelernt. Ich bin zu den gewaltigen Niagara–Fällen gefahren und ausgiebig durch die Städte Montréal, Toronto und Québec getourt. Wenn ich dann abends nach einem anstrengenden Tag nach Hause kam, ging es meistens mit meiner Gastfamilie gleich zum Training. Natürlich habe ich auch meinen eigenen Gi mitgenommen, da ich wusste, dass die Familie Karate betreibt. Ich war also voll ausgestattet und bereit für das kanadische Karatetraining.
Der Verein bei dem meine Gastfamilie trainiert, praktiziert genauso wie wir Shotokan–Karate. Die Halle ist ziemlich klein gewesen, dennoch trainierten hier immer so um die 40 Leute. Der Trainer des Vereins, Bryan Mattias, ist ein 5. Dan und anerkannter Instruktor der JKA in Québec. Beim ersten Training legte ich mich natürlich gleich ins Zeug, um unseren Verein ordentlich präsentieren zu können. Am Ende des Trainings war der Trainer sehr zufrieden mit mir und begeistert von der Art wie wir beim FEZ Karate lernen. Mir ist aufgefallen, dass sich dieser und unser Verein sehr ähneln. Es sind alle Altersklassen vertreten und er hat auch etwa 200 Mitglieder. Der Aufbau des Trainings ist ebenfalls ähnlich. Natürlich gab es auch einige Unterschiede. Es gibt mehr Schwarzgurte, auch viele jüngere und beim Antreten steht der höchste Gurt links statt rechts.
In den letzten Tagen meines Austauschs hatte ich die Möglichkeit, mir einen Wettkampf anzusehen. Leider konnte ich nicht teilnehmen (weil ich nicht Mitglied des Verbandes war), durfte aber an den Tischen sitzen und die Listen schreiben. Dabei konnte ich die Kämpfe sehr gut verfolgen und ich muss sagen, dass den Zuschauern einiges geboten wurde.
Schließlich hieß es dann auch irgendwann Abschied nehmen. Bei meinem letzten Training durfte ich dann sogar die Erwärmung machen und es wurden dabei noch viele Fotos für mich geschossen. Wenn ihr euch mal über den Verein, bei dem ich war, näher informieren wollt, klickt einfach auf www.karate-jka-laval.com (Seite ist auf französisch).
Daniel Melde
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