Es war Donnerstag, der 30.02., und wie jedes Jahr, so fand auch dieses Mal der Projekttag statt. Alles schien so zu sein wie immer. Alles? Nein, denn es gab einen Unterschied! Kurz nachdem die Liste mit den angebotenen Projekten erschien, wurde diese durch ein Blatt ergänzt. Es trug die Aufschrift "Achtung! Neues Projekt!". Neugierig beäugten die Schüler den Zettel und entnahmen ihm, dass das Projekt Karate war.
Zur Überraschung der meisten, sollten sich die Teilnehmer in der Halle im Rosenfelder Ring treffen. Es war also ein schulfremdes Projekt.
Noch am Vortrag hatte ich es mithilfe der Georg-Foster-Oberschule und unseres Karate-Vereins organisiert.
Na ja, jedenfalls stand ich um 7:30 Uhr vor der Halle. Erste Befürchtungen bezüglich eines Rohrbruches erwiesen sich als unbegründet, denn es war angenehm warm. Einige Zeit später kamen dann auch die anderen an.
Der Trainer war Peter Müller und nachdem sich alle umgezogen hatten, versammelten wir uns und trugen unsere Vorstellungen zum Thema Karate bzw. Selbstverteidigung zusammen. Hierbei fielen Begriffe wie "leere Hand", Aufmerksamkeit und Judo, doch auch Karate Kid war mit von der Partie. Dann fing das Training an, indem wir uns mit Partnerübungen erwärmten, zum Beispiel sollte man versuchen, den Kopf des Partners zu berühren oder man stellte sich Rücken an Rücken, setzte sich hin und stand wieder auf (alles zu zweit).
Als wir alle warm waren, brachte Peter denen, die noch kein Karate konnten, ihre erste Technik bei. Hierbei handelte es sich um den Oi-Zuki, einen Fauststoß nach vorne. Anschließend folgten einige Blöcke und die erfahrenen Karatekas schlossen den ersten Teil mit der Vorführung von so genannten "Katas" ab. Die Kata ist ein vorgeschriebener Ablauf von Techniken, die je nach Graduierung variiert.
Nach der Pause befassten wir uns mit dem Zweikampf/Partnertraining oder wie es im Karate heißt: "Kumite". Hierbei übernahm einer die Rolle des Angreifers und der andre die des Verteidigers. Bei den folgenden Übungen zu zweit kamen die Blöcke und der Oi-Zuki zum Einsatz.
So endete dann auch der zweite Part und nachdem Peter und seine Schüler Kumite für Fortgeschrittenen (Halbfreikampf) zeigte, gingen wir in den letzten Teil über. Jetzt demonstrierte uns Peter einige Selbstverteidigungsmöglichkeiten, die nichtunbedingt mit Karate zu tun hatten, beispielsweise Hebel und das Ausnutzen von Vitalpunkten. Natürlich übten wir wieder mit dem Partner, allerdings vorsichtig.
Gegen 13 Uhr ging das Training zu ende und ich für meinen Teil war rundum zufrieden, auch wenn ich bereits Karate mache.
Suliman Adam
Ein Schüler der Georg-Foster-Oberschule & Mitglied des SG FEZ Wuhlheide e.V.
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