Takahashi-Lehrgang

in Tauberbischofsheim

Anki Takahashi ist Zen-Priester und lehrendes Mitglieder der Zentrale der Japan Karate Association (JKA) in Tôkyô. Der 63-jährige ist Mitglied im Shihankai, der Vereinigung der Großmeister. In der Tohoku Region ist er der 1. Vorsitzende und Cheftrainer des Landkreises Miyagi. Europaweit bekannt wurde er, durch sein Training bei den deutschen Gasshuku (Trainingslager), die der Bundestrainer des DJKB Hideo Ochi jedes Jahr veranstaltet. Auch bei Lehrgängen in Freiburg und Tauberbischofsheim begeisterte er mit seinen schnellen und flexiblen Techniken die Karate-Kas. Sein anspruchsvolles Training lockert er durch Anmerkungen und mit interessanten Informationen zu karate-philosophischen Hintergründen auf.

Vom 25. bis zum 27. Juni 2004 ist eine kleine Gruppe von vier fleißigen Karate-Ka (Jens, Christoph, Daniel und Sascha) nach Tauberbischofsheim zu einem Lehrgang gefahren. Takahashi Shihan, ein 63-jähriger Japaner, fing am Freitagabend gleich mit einem harten Auftakttraining an. Er zeigte durch seine Beweglichkeit, dass Karate keine Frage des Alters ist. Nach diesem ersten anstrengenden Training wurde gleich der Grill angeschmissen und es gab ein gemütliches Beisammensein. Für ganz Harte wie Christoph, Daniel, Sascha und andere, aber nicht Jens, gab es die Möglichkeit, in der Halle auf harten Matten zu übernachten.

Am nächsten Morgen weihte uns Takahashi Shihan, der gleichzeitig auch Zen-Priester ist, in die Kunst des Zazen (eine Meditation im Sitzen) ein. Das Schwere dabei war, dass man an nichts denken durfte und sich nur auf sich konzentrieren sollte. Danach folgte das nächste Training. Nach einer kurzen Mittagspause begann eine weitere Trainingseinheit. Es war anstrengend für die Weiß- bis Blaugurte, da die Braun- und Schwarzgurte faul herumstanden und nur manchmal die anderen kontrollierten. Der Tag endete wieder mit einer Grillparty, bei der einige Promille vernichtet wurden. Da alle schnell müde waren, ging es schon bald wieder ins Bett.

Der letzte Tag dieses großartigen Lehrganges begann. Da das erste Training schon 9:30 Uhr begann, konnte man leider nicht ausschlafen. Nach dem zweiten Training wurden noch ein paar dankende Worte vom Übersetzer und Dojoleiter Schlatt sowie von Anki, wie er von den meisten genannt wurde, an die Teilnehmer gerichtet. Traurig, dass der Lehrgang schon vorbei war, reisten die vier Vertreter der SG FEZ Wuhlheide nach Berlin zurück.

Daniel Melde & Sascha Hillig

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Jan, Sascha, Takahashi Shihan, Daniel, Christoph und Jens (v.l)